John Degenkolb

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Klassisch vergeigt

Man braucht nicht lange um den heißen Brei herumreden: Das Finale haben wir heute klassisch vergeigt. Wir haben es nicht geschafft, unseren Zug aufzubauen. Die Chance auf den Sieg war da, aber am Ende war ich eingebaut, dann ist um die letzte Kurve noch eine Lücke nach vorne zu den ersten Vier aufgerissen, die konnte ich noch gerade so schließen. Aber als ich am Rad war, überquerte Bennati als Sieger gerade den Zielstrich.

Besonders schade finde ich es für unseren Chinesen Cheng Ji und unseren Japaner Yukihiro Doi, dass ich heute nur Fünfter war. Die beiden sind den ganzen Tag vorne gefahren. Allein für die beiden hätte ich gerne mehr rausgeholt. Aber so ist Sport. Dafür kann es morgen schon besser laufen. Die Etappe hat eher Klassikercharakter mit einer Ankunft, die mir liegen sollte. Es geht leicht berghoch zum Ziel. Wenn wir aber merken sollten, dass es zu schwer und aussichtslos wird, werden wir nicht alles geben. Ich will auf jeden Fall bis nach Madrid kommen. Es wäre schade, wenn ich irgendwo unnötig Körner liegen lasse und dann am Samstag auf der Bergetappe aus dem Zeitlimit fliege. Sonntag gibt es ja sicher noch einmal einen Sprint.