John Degenkolb

die offizielle Homepage

 

Archiv

Ein paar Tage Pause

260 Kilometer durch die Ardennen und danach noch mit dem Auto nach Hause. Ich bin platt. Das Amstel Gold Race ist ein tolles Rennen, aber so ganz anders, als die bisherigen Klassiker. Ständig auf und ab, links rechts, sehr schmale Straße. Man muss vom ersten Meter an Druck auf dem Pedal halten. Das kostet sehr viel Kraft, vor allem bei der Distanz. Ich habe mich heute wieder voll und ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt. Flaschen holen, Gruppen besetzen und Position fahren. Die Anfangsphase war natürlich wieder sehr schnell. Dieses Mal hat es allerdings länger gedauert, bis die Gruppe stand. Anderthalb Stunden. Normal sind 30 bis 60 Minuten. Ich bin mitgesprungen, aber habe keinen Saft mehr für die entscheidende Gruppe gehabt. Am Ende hat es bis Kilometer 230 gereicht. Dann wurde ich aufgestellt. Trotzdem bin ich ganz zufrieden. Dieses Rennen könnte mir später auch einmal liegen, wenn ich älter bin, mehr Kilometer gesammelt habe und die nötige Erfahrung besitze. Jetzt bin ich aber ziemlich müde von diesen langen Rennen. Morgen werde ich noch ein paar Meter rollen und dann stelle ich mein Rad für fünf Tage in die Ecke - aus Rücksicht. Das muss sich schließlich auch mal ausruhen.